Finanzielle Entlastung für Familien – Nutzt die staatlichen Förderungen, die euch zustehen

Als junge Eltern stehen euch in Deutschland verschiedene staatliche Förderungen zu, die euch dabei unterstützen, die finanzielle Belastung der Kindererziehung zu verringern.

Kindergeld – Die Basisförderung für alle Familien

Das Kindergeld ist die bekannteste staatliche Förderung für Eltern. Es wird unabhängig vom Einkommen gezahlt und unterstützt euch bei den Kosten für die Versorgung eures Kindes.

  • Wie viel bekommt ihr?
    • Aktuell: 250 € pro Kind/Monat (Stand 2025)
    • Auszahlung startet ab Geburt – Antrag bei der Familienkasse erforderlich
  • Wie lange bekommt ihr Kindergeld?
    Ihr erhaltet Kindergeld bis euer Kind 18 Jahre alt ist, und in bestimmten Fällen sogar bis zum 25. Lebensjahr (z. B. wenn das Kind studiert oder eine Ausbildung macht).
    Für ein Kind bekommst du bis zum 25. Lebensjahr insgesamt über 75.000 € an Kindergeld.
  • Wie beantragt ihr das Kindergeld?
    Der Antrag wird bei der Familienkasse gestellt. Das könnt ihr entweder online oder per Post erledigen. Ihr benötigt dazu die Geburtsurkunde des Kindes und eure Steuer-Identifikationsnummer.
Baby mit Geld

Elterngeld – Finanzielle Unterstützung nach der Geburt

Elterngeld Baby

Das Elterngeld hilft euch in den ersten Monaten nach der Geburt, wenn ihr nicht oder nur eingeschränkt arbeiten könnt. Es ersetzt einen Teil des Einkommens und gibt euch die Möglichkeit, euch voll auf euer Neugeborenes zu konzentrieren.

  • Wie viel Elterngeld bekommt ihr?
    • 65–67 % des Nettoeinkommens vor der Geburt

    • Mindestens 300 €, maximal 1.800 € pro Monat

    • Gilt für bis zu 14 Monate, wenn beide Eltern sich die Zeit teilen

  • Elterngeld Plus:
    • Für Eltern, die nach der Geburt in Teilzeit arbeiten
    • Hälfte des Elterngelds, aber doppelt so lange (max. 28 Monate)

  • Partnerschaftsbonus:
    • Wenn beide Elternteile 25–30 Stunden pro Woche arbeiten

    • 4 zusätzliche Monate Elterngeld Plus

Elterngeld Baby

Wie beantragt ihr Elterngeld?
Der Antrag erfolgt bei der Elterngeldstelle eures Wohnortes. Ihr braucht die Geburtsurkunde des Kindes, eure Einkommensnachweise und die Steuer-Identifikationsnummer.

Betreuungsgeld und Kita-Zuschüsse

Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und keine Kita in Anspruch nehmen, können in einigen Bundesländern Anspruch auf das Betreuungsgeld haben. Zudem gibt es regional je nach Bundesland und Gemeinde verschiedene Kita-Zuschüsse.

  • Betreuungsgeld:
    Das Betreuungsgeld beträgt in der Regel 150 € pro Monat und wird für Kinder zwischen dem 15. und 36. Lebensmonat gezahlt. Allerdings ist es nicht in allen Bundesländern verfügbar.
  • Kita-Zuschüsse:
    • Viele Städte und Gemeinden bezuschussen die Kita-Gebühren – abhängig von:

      • Einkommen

      • Anzahl der Kinder

      • Betreuungszeit

      In manchen Bundesländern (z. B. Berlin, Rheinland-Pfalz) ist die Kita komplett kostenfrei.

Betreuungsgeld Baby

Steuerliche Vorteile für Eltern

Mit Kindern steigen die Ausgaben, zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, diese steuerlich geltend zu machen.
Die wichtigsten absetzbaren Kosten findest du hier im Überblick:

Betreuungskosten

Zwei Drittel der Kosten für Kita, Tagesmutter oder Hort kannst du von der Steuer absetzen, bis zu 4.000 € pro Kind und Jahr. Das gilt für Kinder bis zum 14. Lebensjahr.

Gesundheitskosten

Kosten für Brillen, Zahnspangen oder Medikamente lassen sich als außergewöhnliche Belastung absetzen, sofern sie die zumutbare Eigenbelastung übersteigen.

Riester-Rente

Beiträge zur Riester-Rente sind bis zu 2.100 € jährlich steuerlich absetzbar. Oder du erhältst eine jährliche Förderung vom Staat, besonders lohnend bei niedrigerem Einkommen.

Umzugskosten

Wenn du beruflich umziehst, kannst du die Umzugskosten deines Kindes über Pauschalen steuerlich berücksichtigen.

Schulgeld

Besucht dein Kind eine anerkannte Privatschule, kannst du 30 % des Schulgelds steuerlich geltend machen, maximal 5.000 € im Jahr.

Ausbildungskosten

Für Kinder, die in Ausbildung sind und nicht mehr zu Hause wohnen, kannst du einen Ausbildungsfreibetrag von 924 € im Jahr absetzen.

Viele verpassen diese Förderungen – du nicht!

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Wohngeld - Viele hätten Anspruch, aber wissen es nicht

Tausende Familien lassen Wohngeld liegen, obwohl sie Anspruch hätten, weil sie denken, es sei nur etwas für Geringverdiener. Tatsächlich bekommt jede dritte berechtigte Familie kein Wohngeld, einfach weil sie es nie geprüft hat.

Höhe:

Die genaue Summe hängt individuell von Einkommen, Miethöhe, Kinderanzahl und Region ab, oft sind 200–600 € monatlich möglich.

Beantragung:
Beim zuständigen Wohnungsamt deiner Stadt oder Gemeinde, am besten mit Einkommens- und Mietnachweisen.

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Regionale Förderungen, die kaum jemand nutzt

Viele Bundesländer bieten eigene Förderprogramme – doch kaum jemand kennt sie. Dabei gibt es oft Zuschüsse für Elternzeit, Freizeitangebote, Geburt oder sogar für den Immobilienkauf.

Was du bekommst, hängt vom Bundesland ab. 

Höhe:
Zwischen 100 € und mehreren Hundert Euro – z. B. als Begrüßungsgeld, Familienpass oder Landeserziehungsgeld.

Beantragung:
Je nach Programm direkt über dein Bundesland, das Jugendamt oder spezielle Onlineportale.

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Kleine Extras, die viele übersehen

Einige gesetzliche Krankenkassen unterstützen frischgebackene Eltern mit kleinen Geldprämien, Baby-Erstausstattung oder Bonusprogrammen. 

Was du bekommst, hängt ganz von deiner Krankenkasse ab, ein kurzer Blick auf deren Website oder ein Anruf kann sich lohnen.

Höhe:
Zwischen 50 und 300 €, je nach Krankenkasse und Bonusprogramm.

Beantragung:
Direkt bei deiner Krankenkasse, meist formlos oder über ein Bonusheft.

Wohngeld - Viele hätten Anspruch, aber wissen es nicht

Tausende Familien lassen Wohngeld liegen, obwohl sie Anspruch hätten, weil sie denken, es sei nur etwas für Geringverdiener. Tatsächlich bekommt jede dritte berechtigte Familie kein Wohngeld, einfach weil sie es nie geprüft hat.

Höhe:

Die genaue Summe hängt individuell von Einkommen, Miethöhe, Kinderanzahl und Region ab, oft sind 200–600 € monatlich möglich.

Beantragung:
Beim zuständigen Wohnungsamt deiner Stadt oder Gemeinde, am besten mit Einkommens- und Mietnachweisen.

Regionale Förderungen, die kaum jemand nutzt

Viele Bundesländer bieten eigene Förderprogramme – doch kaum jemand kennt sie. Dabei gibt es oft Zuschüsse für Elternzeit, Freizeitangebote, Geburt oder sogar für den Immobilienkauf.

Was du bekommst, hängt vom Bundesland ab. 

Höhe:
Zwischen 100 € und mehreren Hundert Euro – z. B. als Begrüßungsgeld, Familienpass oder Landeserziehungsgeld.

Beantragung:
Je nach Programm direkt über dein Bundesland, das Jugendamt oder spezielle Onlineportale.

Kleine Extras, die viele übersehen

Einige gesetzliche Krankenkassen unterstützen frischgebackene Eltern mit kleinen Geldprämien, Baby-Erstausstattung oder Bonusprogrammen. 

Was du bekommst, hängt ganz von deiner Krankenkasse ab, ein kurzer Blick auf deren Website oder ein Anruf kann sich lohnen.

Höhe:
Zwischen 50 und 300 €, je nach Krankenkasse und Bonusprogramm.

Beantragung:
Direkt bei deiner Krankenkasse, meist formlos oder über ein Bonusheft.

Riester-Förderung mit Kinderzulage

1. Das Problem: Die aktuelle Rentenlücke

Derzeit basiert das Rentensystem in Deutschland auf dem sogenannten Umlageverfahren. Das bedeutet, dass die arbeitende Bevölkerung die Renten der aktuellen Rentner finanziert. Doch dieses System stößt zunehmend an seine Grenzen, da die Bevölkerung immer älter wird und es immer weniger junge Arbeitnehmer gibt, die die Rentenkassen füllen.

Aktuelle Situation:

  • Rentenniveau (2025):
    Das aktuelle Rentenniveau liegt bei etwa 48 % des letzten Nettoeinkommens. Das bedeutet, dass du im Ruhestand nur etwa die Hälfte dessen erhältst, was du zuletzt als Arbeitnehmer verdient hast.
  • Beispiel:
    Verdient ein Arbeitnehmer im Durchschnitt 2.500 € netto pro Monat, erhält er bei Rentenbeginn nur noch etwa 1.200 € als monatliche Rente. Dies reicht nicht aus um im Alter sorgenfrei zu leben.

2. Wie sieht die Zukunft aus?

Der demografische Wandel verschärft die Situation weiter: Immer weniger junge Menschen müssen immer mehr Rentner versorgen. In den kommenden Jahrzehnten wird das Verhältnis von Arbeitnehmern zu Rentnern weiter schrumpfen.

Szenario 2060:

  • Rentenniveau in 40 Jahren:
    Laut aktuellen Schätzungen wird das Rentenniveau bis 2060 auf etwa 40 % des letzten Nettoeinkommens sinken. Das bedeutet, dass du im Ruhestand deutlich weniger als die Hälfte deines letzten Gehalts als Rente erhalten wirst.
  • Beispiel für das Jahr 2060:
    Wenn du im Jahr 2060 in Rente gehst und dein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen vor Rentenbeginn 2.500 € beträgt, kannst du nur noch mit etwa 1.000 € Rente rechnen. Gleichzeitig könnten die Lebenshaltungskosten weiter steigen, was bedeutet, dass dieses Geld nicht ausreichen wird, um deinen bisherigen Lebensstandard zu halten.
  • Demografischer Wandel:
    1960 kamen auf jeden Rentner noch etwa 6 Arbeitnehmer. Heute sind es nur noch 2,8 Arbeitnehmer, und bis 2060 könnte das Verhältnis auf unter 1,5 Arbeitnehmer pro Rentner sinken. Das belastet das Rentensystem massiv.

3. Die Lösung: Private Altersvorsorge

Um die Versorgungslücke zu schließen, ist es unerlässlich, dass du schon heute mit der privaten Altersvorsorge beginnst. Je früher du startest, desto weniger musst du monatlich zur Seite legen, um im Alter abgesichert zu sein.

Vorteile der privaten Vorsorge

Sicherung des Lebensstandards

Durch eine private Altersvorsorge sicherst du dir zusätzliches Einkommen im Ruhestand und kannst deinen Lebensstandard auch dann aufrechterhalten, wenn die gesetzliche Rente nicht ausreicht.

Steuervorteile und staatliche Förderungen

Die Riester-Rente kann von der Steuer abgesetzt werden wodurch man einen Teil der Einzahlungen zurück bekommt. Die Förderungen lohnen sich vorallem wenn man Kinder hat (300€ pro Kind),

Flexibilität

Private Vorsorgeprodukte bieten dir mehr Flexibilität. Du kannst selbst entscheiden, wie viel du monatlich sparst und in was (z. B. ETFs oder Aktienfonds) deine Beiträge investierst werden sollen, um eine möglichst hohe Rendite zu erzielen.

4. Prüfen ob sich Riester für dich lohnt

Um die Förderung zu bekommen, musst du 4 % deines jährlichen Bruttoeinkommens einzahlen. Dann bekommst du 175€ Förderung für dich selber und für jedes Kind weitere 300€ (wenn nach 2008 geboren).

Die Riester-Rente ist also besonders attraktiv für Familien mit Kindern, und Menschen mit geringerem bis mittlerem Einkommen.
Denn: Gerade wer weniger verdient, profitiert überproportional von den staatlichen Zulagen.

Um zu prüfen ob sich eine Riester-Rente für dich lohnt, empfiehlt es sich eine individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
Mit einem professionellen Blick auf deine Einkommenssituation, Zulagenansprüche und Lebensplanung findest du heraus, ob Riester wirklich das Richtige für dich ist oder ob es eine bessere Alternative gibt.

Beispiel: Lisa und Jonas verdienen 35.000 € im Jahr.
Um die volle Förderung zu erhalten, müssen sie 1.400 € jährlich einzahlen (4 % vom Bruttoeinkommen).
Der Staat schenkt ihnen dafür jedes Jahr 175 € Grundzulage + 600 € Kinderzulage = 775 € Förderung.
Sie müssen also nur noch 625 € einzahlen (1400 – 775) um 1400€ in Ihre Altersvorsorge zu bekommen. Das entspricht über 120 % “Rendite” allein durch die Zulagen.


Das klingt kompliziert?

Keine Sorge, wir sind Experten auf diesem Gebiet und helfen dir, das Beste aus deinen Fördermöglichkeiten herauszuholen. Von der Antragstellung bis zur Optimierung deiner Rückzahlung.